Unterkirnach (md): "Ja, ein Kapitel geht zu Ende und
bald schon fängt
ein neues an und mit ganz viel, viel Mut und Neugier geh`n
wir an das,
was kommt heran" sangen die Entlassschüler der
Unterkirnacher
Roggenbachschule am Freitagabend bei ihrer Entlassfeier als
Abschiedslied. Und wahrlich ging mit dieser Feier ein
Kapitel zu Ende,
denn diese feierliche Abschlussfeier war ultimativ die
letzte, denn
diese neunte Klasse war die letzte, die an der
Roggenbachschule
entlassen wurde. in Zukunft werden die Hauptschüler aus
Unterkirnach
ihren Abschluss an der Werkrealschule in Vöhrenbach
absolvieren. Aber
auch das Kapitel "Roggenbachschule" ging für die 12
Entlassschüler zu
Ende. Zusammen mit ihrem Klassenlehrer hatten sie sich an
diesem Abend
nochmals ins Zeug gelegt und ein Programm zusammengestellt,
das sich
sehen lassen konnte. Die Schlossberghalle war festlich
dekoriert, als
die Entlassschüler auf die Bühne kamen. Andre Raiswich hieß
die Gäste,
insbesondere Rektorin Gabriele Cernoch-Reich, Bürgermeister
Gerold
Löffler mit Gattin, das Lehrerkollegium, sowie die Eltern,
Großeltern,
Geschwister und die zahlreichen Freunde willkommen.
Die je sechs Mädchen und Jungen stellten sich dann
gegenseitig vor.
Dabei spielten sie zuerst immer ein Kinderfoto ein und das
Publikum
musste erraten, welcher Entlassschüler sich dahinter
befand.
Gegenseitig stellten sie sich Fragen bezüglich ihrer
Zukunft, ihren
Hobbies und manch anderes Interessante mehr.
Eine von Klassenlehrer MartinDisch zusammengestellte
Fotoshow gab
bildlich wieder, was die Schüler in den vergangenen fünf
Jahren an der
Hauptschule so alles erlebt hatten und das war eine Menge.
Dazu zählten
unzählige Ausflüge, Aktionen in und um die Schule, ein
Landschulheimaufenthalt in Cuxhaven, sowie zuletzt die
Abschlussfahrt an
den Lago di Garda in Italien.
Martin Disch ermahnte in seiner Rede die Schüler daran,
dass es im Leben
mehr gibt als das pure Lernen von Formeln und
Rechtschreibregeln.
Schüler müssen auch soziale Kompetenzen erlernen wie
Rücksichtsnahme,
Hilfe, Toleranz und Anerkennung. Dies haben die Schüler
vier Jahre lang
versucht zu praktizieren, als man mit der Außenklasse der
Carl-Orff
Schule eine Kooperation eingegangen war und viele
Unterrichtsstunden,
Projekte, Ausflüge und Landschulheimaufenthalt gemeinsam
organisierte
und durchführte.
Aber ihr Klassenlehrer ermahnte sie auch, dass sie mehr
Verantwortungsbewusstsein, Selbstkritik, Schuldbewusstsein,
Zielstrebigkeit, Pünktlich- und Verlässlichkeit erlernen
müssen, wenn sie
im weiteren Schul- und Berufsleben Erfolg haben wollen.
Bürgermeister Löffler wünschte den Entlassschülern viel
Erfolg im
zukünftigen Leben und erinnerte sie daran, dass sie sich
hoffentlich
gerne an ihre Schulzeit an der Roggenbachschule erinnern
könnten.
Auch die Elternbeiräte Jenny Schreiber und Nicole Günaydin
verabschiedeten die Entlassschüler in Versform und
überreichten ihn ein
Kleeblatt mit einem Glücksschweinchen.
Schließlich trat auch der Fördervereinsvorsitzender Michael
Klafki vor
die Klasse. Er erinnerte daran , dass der Förderverein die
Schule und
die Schüler in vielen Punkten unterstütze. Gleichzeitig
bedankte er sich
auch in der Funktion als Vertreter der
Perupartnerschaftsgruppe der St.
Jakobusgemeinde bei den Schülern für ihr soziales
Engagement. Über fünf
Jahre hinweg hatten die Schüler immer wieder durch
vierlerlei
Aktivitäten wie Apfelsaftaktion, Catering, umzugshilfen,
Pausenbrotverkauf, Chrsitbaumsammelaktion nicht nur die
Klassenkasse
gefüllt, sondern auch soziale Projekte wie den
Gemeindehilfeverein und
die Perugruppe mit hohen Geldbeträgen unterstützt. Jeder
Schüler bekam
einen Kinogutschein und drei Schüler konnten nochmals einen
Scheck über
400 €uro überreichen.
Die Reden wurden unterbrochen durch ein selbsteinstudierten
Tanz der
Entlassschülerinnen, ehe Rektorin Gabriele Cernoch-Reich
einen großen
Schulranzen öffnete und verschiedene Symbole hervorbrachte,
die den
Schülern aufzeigen sollte, wie ein Schul-und Berufsleben
funktioniert.
Ein Schlüssel diente als Symbol für erreichte
Schlüsselqualifikationen
, ein Dinosaurier für die Ratschläge der Eltern und Lehrer,
die oft als
Dinos hingestellt werden und ein Turnschuh ermahnte die
Schüler daran,
dass sie weiterhin in Bewegung bleiben sollten im Wettkampf
des Lebens.
Danach überreichte sie die Entlasszeugnisse an Patrik Beha,
Cisem Babac,
Tatjana Furtwängler, Elena Lehmann, Eugen Frei, Stefan
Kirtzos, Hannes
Weißer, Jessica Schnell, Larissa Mick, Andre Raiswich,
Nedezda Hasanov
und Joshua Steiner. Als Schulbeste mit einem
Notendurchschnitt von 1,8
bekam Nedezda Hasanov von Bürgermeister Löffler den Preis
des
Bürgermeisters überreichte. Einen Preis bekam auch Elena
Lehmann
zugesprochen. Ihr wurde auch der Preis für ihr besonderes
soziale
Engagement ausgelobt vom Förderverein überreicht.
Bilder: Bei der Entlassfeier der Hauptschüler der
Roggenbachschule
konnte Rektorin Gabriele Cernoch-Reich (links) Nedezda
Hasanov mit dem
Preis der Gemeinde auszeichnen. Dies tat sie zusammen mit
Bürgermeister
Gerold Löffler.

