23.07.2011 .
Unterkirnach – Ein
kunterbuntes Treiben belebte die Unterkirnacher Schlossberghalle. Während Eltern
und Familienangehörige es sich auf den Zuschauerplätzen bequem machten,
verteilten sich die kleinen Besucher ganz dicht an der Bühne und warteten mit
Spannung, bis es dunkel wurde im Saal.

Die Idee zur Geschichte des Stücks „Chaos im
Märchenland“ haben die Kinder der Musical-AG selbst entwickelt. In der
Schlussszene wird das gute Ende der Geschichte von allen Märchenfiguren
ausgiebig gefeiert.
Bilder: Fischer
Eine illustere Runde
farbenfroh gekleideter Märchenfiguren hatte sich inzwischen auf der breiten
Treppe, die zur Bühne hinaufführt, eingefunden. Singend begrüßten die Akteure
ihr Publikum. Am Keybord begleitet von Susanne Heiß, der Musiklehrerin und
Initiatorin des Musicals.
Auf der Bühne vor dem noch
geschlossenen Vorhang, saß unverkennbar die Großmutter, gespielt von Sigi
Landoll. Sie strickte unermüdlich, als sich die vier Enkelkinder um sie
scharten. Dem sehnlichen Wunsch der Kinder folgend, hob die Großmutter an, ein
Märchen zu erzählen. Doch da die Enkel schon alle Märchen kannten, dachte sich
die Großmutter eines aus. Eines, das noch in keinem Märchenbuch stand.
An dieser Stelle öffnete sich
der Vorhang und das Musical mit dem quirligen und ungeheuer passenden Titel
„Chaos im Märchenland“ nahm seinen Anfang. Die Figuren aller bekannten Märchen
treffen in verschiedenen Szenen aufeinander und entwickeln eine ganz neue
Geschichte. Da trifft Dornröschen auf den traurigen Kater, dem seine Stifel
gestohlen worden sind. Da rettet das Rotkäppchen den Hasen vor dem Jäger und der
einsame Wolf sucht Hilfe bei Aladin und seiner Wunderlampe. Bei der Suche nach
den gestohlenen Stiefeln kreuzen die böse Hexe, die es auf Dornröschen abgesehen
hat, und acht Zwerge mit roten Mützen, angefertigt von Andrea Schwab, den Weg.
Schließlich stellt sich heraus, dass sich das Rumpelstilzchen im Besitz der
Stiefel befindet. Aladin heiratet seine schöne Jasmin und alle feiern und tanzen
schließlich vor Freude, da die Geschichte ein gutes Ende gefunden hat.
Inhaltlich wurden die Szenen
auf vielfältige Weise unterstützt: mit Liedern, mit Tänzen, einstudiert mit
Tanja Tritschler, Leiterin der Musik-AG, oder Instrumenten. Dittmar Endres
unterstütze dabei seine Schützlinge. Ob zaghaft oder eher forsch, ob tragende
oder leise Stimme und unabhängig von doch sehr unterschiedlichen Altersklassen,
jeder der kleinen Schauspieler und Sänger trug mutig zum Gelingen des herzlichen
Spektakels bei. Ideenreich und phantasievoll war das wechselnde Bühnenbild von
Sigi Landoll gestaltet. Eine rundum gelungene Veranstaltung, für die sich
Schulleiterin Gabriele Cernoch-Reich und Maria Wahl, Leiterin des Kindergartens
St. Elisabeth, bei allen Mitwirkenden bedankten.
Mit viel Liebe und wunderbaren
Leckereien haben die Eltern für ein „Tischlein deck dich“ gesorgt und so das
märchenhafte Ereignis kulinarisch abgerundet.

In der ersten Szene steckt jede Märchenfigur ihr
Gesicht durch eine Blume. Mit viel Phantasie gestaltete Sigi Landoll die
wechselnden Bühnenbilder.