Unterkirnach (via): Ein etwas anderer Religionsunterricht bekamen die Schüler der dritten und vierten Klasse der Roggenbachschule geboten. Zusammen mit Pfarrer Thomas Weber, sowie den beiden Religionslehrern Susanne Heiß und martin Disch fuhr man mit dem Bus ins Kloster Heiligenbronn bei Schramberg. Dort ist eine Dauerausstellung zu sehen, die der peruansiche Künstler Raul Castros in jahrelanger Arbeit zusammengestellt hat.
Der peruanische Künstler Raul Castro lebte einige Jahre im Kloster Heiligenbronn. Von 1987 bis 1994 schuf er während mehrerer Deutschland-Aufenthalte drei Figurenzyklen aus Ton, die vom Leben Jesu erzählen: Kindheit, öffentliches Wirken, Passion. Die Figuren, 250 an der Zahl, sind ausdrucksstark und sprechen für sich. Schon als Kind begeisterte ihn Ton als Material und er formte für sich als Spielzeug Tiere, die er in der bäuerlichen Umgebung beobachtete, sowie Werkzeuge aller Art, die es dort gab und Autos, die er in einer Zeitschrift gesehen hatte. Seine Lieblingsbeschäftigung war die Arbeit mit Ton. In der Schule wurde die künstlerische Begabung vom Werklehrer erkannt, aber nicht weiter gefördert.
Er versteht es meisterhaft, das leidvolle Leben des
Volkes in Ton auszudrücken. Die übergroßen Hände und Füße sind symbolisch zu
sehen und haben ihren Grund in der schweren Handarbeit und den stundenlangen
Wegen, die viele Menschen im Andenhochland bis heute noch barfuß gehen. Bei Raúl
Castro ist jede Figur einmalig und anders. In all seiner Kunst spiegelt sich
eine große Natürlichkeit, Solidarität mit dem einfachen Volk und nicht zuletzt
eine tiefe Religiosität.Die Szenen erzählen neutestamentliche Geschichten aus
dem Leben und Wirken Jesu. Es geht um die Taufe am Jordan und die Versuchung in
der Wüste, die Bergpredigt, der Streit mit den Schriftgelehrten, die
Heilungswunder oder die Begegnung mit Maria und Martha.
Die Schüler, die eine Führung bekamen waren von den
verschiedenen biblischen Szenen hingerissen.
In der figürlichen Tradition seiner südamerikanischen
Heimat entstanden biblische Geschichten von großer Kraft und Anschaulichkeit.
Sie lassen den Kern der "frohen Botschaft" spüren und zeigen elementare,
menschliche Situationen (Begegnung und Flucht, Sorge und Vertrauen).
Vor allem auch die Szenen vom Leiden und sterben Jesu
machte die Kinder betroffen.
Bild: Ein etwas anderer Religionsunterricht bekamen die
Schüler der dritten und vierten Klasse der Roggenbachschule geboten. Zusammen
mit Pfarrer Thomas Weber, sowie den beiden Religionslehrern Susanne Heiß und
Martin Disch fuhr man mit dem Bus ins Kloster Heiligenbronn bei Schramberg. Dort
ist eine Dauerausstellung zum Thema "Leben Jesu" zu sehen, die der peruansiche
Tonkünstler Raul Castros in jahrelanger Arbeit zusammengestellt hat.
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