Unterkirnach ( md ): Es war die Idee vom stellvertretenden Kommandanten der freiwilligen Feuerwehr Unterkirnach Thomas Weißer die landesweite Aktion "Helfertag" auch an der Unterkirnacher Grundschule anzubieten. Ziel dieses Helfertages ist es Organisationen, die helfen den Kindern vorzustellen. Das Ministerium für Kultus-Jugend und Sport Baden-Württemberg und die Servicestelle  Jugend und Schule der Jugendstiftung Baden-Württemberg sind zusätzlich beteiligt.Der Helfertag stand unter dem Thema "Helfen macht Schule". Landesweit üben Grundschülerinnen und -schüler der dritten und vierten Klasse wie man beispielsweise Pflaster richtig klebt oder Verletzte tröstet. Die Jugendverbände der Hilfsorganisationen gehen vor Ort auf die Schulen zu und besprechen mit der Schulleitung die genaue Aktion. Themen können rund um das Motto "Helfen macht Schule" entwickelt werden, beispielsweise Erste Hilfe bei Schürfwunden, Baderegeln, Rettungskette und vieles mehr.
Das Ziel ist, vielen Schülerinnen und Schülern Interesse am Helfen zu vermitteln und die Begeisterung und Kompetenzen von Jugendverbänden der Hilfsorganisationen weiter zu tragen.
Themen können rund um das Motto „Helfen macht Schule“ entwickelt werden, d.h. der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Der Helfertag passt optimal zu den Inhalten des Bildungsplans für die 3. und 4. Klassen, denn da heißt es: „Die Schülerinnen und Schüler können [...] sich in Notsituationen angemessen verhalten und Grenzen kindlicher Hilfestellung erkennen."

Der eigentliche Aktionstag war im Oktober 2010 vorgesehen, musste aber verschoben werden. Thomas Weißer gelang es neben der Feuerwehr Unterkirnach, auch das Deutsche Rote Kreuz Mönchweiler und die DLRG Furtwangen mit ins Boot zu nehmen. Rund um die Schule hatten sich die Jugendverbände aufgebaut und die Klassen 3 und 4 wurden in Kleingruppen aufgeteilt. Nun mussten sie die verschiedenen Stationen ablaufen. Manfred Furtwängler von der  Feuerwehr stellte den Schülern anhand eines Modells eines Mehrfamilienhauses vor wie ein Feuermelder funktioniert. Die Schüler lernten dabei den Ablauf des Notrufes kenenn. Auf dem Pausenhof stand ein Feuerwehrauto und dort durften die Schüler sich hineinsetzen und anschließend bei der Bekämpfung eines Brandes eines Grilles Hand anlegen. Mit einem feuerfesten Mantel und Helm versehen wurde der Brandlöscher betätigt. Im Klassenzimmer der vierten Klasse galt es mit Hilfe von Jens Kölz von  DRK Mönchweiler eine stabile Seitenlage eines Verletzten nachzuvollziehen und auch verschiedene Wundverbände anzulegen. Die DLRG Furtwangen mit Reni Kammerer war im Schwimmbad aktiv. Dort lernten die Schüler Befreiungsgriffe und verschiedene Schwimmstile kennen. Vor dem Schwimmbad hatte die DLRG zusätzlich zum Geräteauto noch ein Boot mitgebracht, das man bei Unfällen an Gewässern einsetzt, wenn es gilt Verletzte zu bergen. Neben dem Fahrzeug und dem Boot lernten die Schüler einige Knoten zu knoten.
Für alle Beteiligten war es eine gelungene Sache. Die Jugendverbände erhoffen sich durch diesen Tag auch, dass der ein oder andere Schüler sich dem Verband anschließt.
 
Bilder: Manfred Furtwängler und Thomas Weißer (rechts) von der freiwilligen Feuerwehr Unterkirnach erklärten den Schülern der 3. und vierten Klasse beim Helfertag wie der Ablauf eines Notrufes vonstatten gehen muss. Ebenso wurde die Funktion eines Feuermelders anhand eines Modells erklärt.


 Anpacken durften die Schüler Grundschule beim Helfertag. Auf dem Pausenhof war ein Feuerwehrauto und es galt mit Hilfe eines Löschgerätes einen brennenden Grill zu löschen.


 Auch die DLRG Furtwangen war beim Helfertag in Unterkirnach vor Ort. Sie übten im Schwimmbad die Rettung von Verletzten und hatten auch ein Boot mitgebracht. Reni Kammerer erläuterte die Funktion des Bootes. Zu dem lernten die Kinder einige Knoten zu knoten.