Unterkirnach (md) : Es war dem Bürgermeister der Gemeinde Unterkirnach Gerold Löffler vorbehalten zusammen mit dem Vorsitzenden des Fördervereins der Schule Michael Klafki, dem Koch Edgar Moser-Fendel, Rektorin Gabriele Cernoch-Reich und Hausmeister Thomas Dold das rote Band zu zerschneiden, das den Weg in die neue Schulmensa an der Roggenbachschule versperrte.

Mit diesem symbolischen Schnitt öffnete sich für die Verantwortlichen und für die Schüler eine neue Zeitrechnung, denn nun können sie im Erdgeschoss, im umgebauten ehemaligen Kunstraum ihr Mittagessen in einer gemütlichen Atmosphäre einnehmen und nicht mehr wie bisher in der Notbehelfsmensa "Schulküche".

Rektorin Gabriele Cernoch-Reich bedankte sich bei der Gemeinde, die den Wunsch der Schule nachgekommen ist und Finanzen locker machte, damit die Umbaumaßnahmen vonstatten gehen konnten. Namentlich dankte sie dem Bürgermeister, sowie den Gemeinderäten. Aber ihr Dank galt auch Arthur Makowe von der Gemeinde, der für den Einkauf sowie die Planung der Küche sich verantwortlich zeigte. Viel Beifall bekam aber auch Hausmeister Thomas Dold , der in vielen Stunden die Mensa mit viel Liebe umbaute. Dold war es, der nicht nur Fliesen legte, zusammen mit Stefan Furtwängler von der Gemeinde die elektrischen Anschlüsse neu verlegte, sondern auch die Wasserleitungen. Später malte er die Wände an und auch die Türrahmen, so dass die Schüler von nun an in einem gemütlichen Rahmen Essen können. Wie bisher wird Ramona Heider für die Essensausgabe zuständig sein. Die neue in Edelstahl glänzende und damit den Hygienevorschriften entsprechende Küche strahlt mit ihr um die Wette. " Da mache es noch mehr Freude, die Schüler und Lehrer zu bewirten" sagte Heider, die stets bemüht ist, durch eine jahreszeitlich sich ändernde Dekoration für Gemütlichkeit zu sorgen.

Chefcoach Edgar Moser-Fendel hatte eigens ein Festmenue zusammengestellt. An diesem Tag gab es Putengeschnetzeltes mit Nudeln und Salat und zu dem als Nachtisch einen Bratapfel mit Eis. Da strahlten die Kinderaugen und als dann Bürgermeister Löffler noch jedem Schüler zusätzlich ein Kinderschokoladenei schenkte erst recht.

Rektorin Gabriele Cernoch-Reich betonte, dass man froh sei, dass das Provisorium ein Ende habe, das aber immerhin fast vier Jahre den Schülern als Mensa diente. Manchmal war es schwierig die Koordination zwischen Schulküche und Schulmensa zu handhaben. Nun steht mit dem ehemaligen Kunstraum und der Abstellkammer des Technikraums Platz für 50 Schüler zur Verfügung. Die frühere Abstellkammer dient als Spülzimmer mit einer Industriegeschirrspülmaschine, die den Anforderungen gerecht wird.

Die Gemeinde bezuschusste das Projekt mit 14.000 €uro, hinzu kommen die Arbeitsleistungen der Gemeindearbeiter, so dass man von einem Gesamtvolumen von ca 20.000 € ausgehen kann. "Gut angelegt", meinten die Schulleiterin und der Bürgermeister unisono. Vor vier Jahren aßen anfänglich ca 10 Schüler und eine Handvoll Lehrer mit, als man das Projekt startete. Mittlerweile gibt es Tage , da essen knapp 50 Personen.
Damit man den vohandenen Vorschriften gerecht werden konnte, besuchte die Schulleiterin zusammen mit Arthur Makowe eine Fortbildung in Stuttgart über "Schulmensen". Erstaunt kam man zurück, als man hören musste, welche Qualitäts-, Hygiene- und Sicherheitsvorschriften vorherrschen müssen, damit keiner etwas zu nörgeln hat.
So muss der Schmutzbereich separat zum sauberen Bereich , der Essensausgabe, sein. Spuckschutz und ein Waschbecken für die Handwäsche mussten eingebaut werden, ebenso die Edelstahltische.  Bald war man sich einig "Nägel mit Köpfen " zu machen. Das Ergebnis lässt sich sehen.
Auch die Schüler bekamen eine neue Möbelierung. Bunte Stühle muntern die Mensa auf. Nach wie vor unterstützt der Förderverein der Schule Schüler, die die 3,50 € für ein Essen nicht aufbringen können. Dafür hat er eigens ein Konto für die sozial Schwächeren.