Unterkirnach (via): In knapp einem Monat wird Daniela Rohde ihren Schreibtisch im Sekretariat der Roggenbachschule räumen und in den wohlverdieneten Ruhestand gehen. Zurück liegen 22 Jahre an der Roggenbachschule, in denen sie unter drei Schulleitungen gearbeitet hat. Als sie mit fünf Stunden 1988 als Schulsekretärin in Unterkirnach eingestiegen war, arbeitete sie unter Rektor Hubert Auber, dem Rektorin Anne-Gertrud Kiefer folgte und zuletzt in den vergangenen acht Jahren war die Sekretärin die "rechte Hand" von Rektorin Gabriele Cernoch-Reich.
"Daniela Rohde ist die gute Seele unserer Schule", äußern sich Schulleitung und alle Lehrer aus dem Kollegium unisolo, wenn man sie auf die rüstige Frau anspricht. Daniela Rohde wuchs in Itzehoe auf, lernte bei dem damaligen Kultusminister von Schleswig Holstein , Klaus Joachim von Heydebreck, den Beruf der Rechtsanwalts- und Notarsgehilfin. Von 1966 bis 1971 arbeitete sie bei der Staatsanwaltschaft Itzehoe. Oftmals musste sie Vernehmungen protokollieren, was sie als sehr interessante Arbeit in Erinnerung behielt.  Dann zog es das Ehepaar Rohde in den Schwarzwald. Seit 1971 wohnen Daniela Rohde und ihr Mann  in Unterkirnach und engagieren sich in vielen Vereinen und Institutionen. Daniela Rohde arbeitete zunächst im Staatlichen Schulamt Villingen, bis sie 1974 in den Mutterschutz ging. Zwei Kinder brachte sie zur Welt und mittlerweile darf sie sich auch schon Oma nennen.
Ihre Liebe zu Norddeutschland verbirgt die zukünftige Pensionärin nicht, denn seit einigen Jahren schon verbringt die Familie Rohde ihre Freizeit auf der Nordseeinsel Föhr, wo sie in einem  Ferienhaus die nötige Ruhe und Abstand zu dem zum Teil sehr stressigen Beruf findet.
Das "Nordlicht", das den Schwarzwald liebgewonnen hat, kegelt und joggt gerne in ihrer Freizeit. Fit hält sie sich zudem mit Gymnastik.
Es gibt keinen Schülernamen, den die Sekretärin nicht kennt. Hunderte von Schülern haben in den letzten Jahren den Weg zu ihr in das Sekretariat gefunden. Von jedem Schüler musste sie Karteikarten anlegen. Noch heute erinnert sie sich fast an jeden Schüler oder dessen Eltern. " Ein lebendes Lexikon" sei die sympathische Sekretärin, so die Lehrer, die die freundliche loyale Art ihrer Mitarbeiterin schätzen. So manches Wehwechen muss die Sekretärin verarzten, wenn Schüler weinend vor ihr im Sekretariat auftauchen. Sie tröstet die Kinder mit einigen wohlwollenden Worten und verarztet sie schnell. Wenn es sein muss, wird auch schnell zu Hause bei den Eltern angerufen. Überhaupt ist die Sekretärin, die mittlerweile 14 Stunden wöchentlich arbeitet, für die Schulleitung, das Lehrerkollegium und die Schüler unverzichtbar. So manches Anekdötchen zu Lehrern, die schon an der Schule gearbeitet haben oder zu Schülern kann die zukünftige Rentnerin erzählen. Sie hält die Datenbank auf dem Laufenden, denn längst hat der PC die Arbeit der Schreibmaschine und der Hängeregister abgelöst, mit denen sie einst zu arbeiten gelernt hat. Auch sonst hat sich der Schulalltag merklich verändert. Heute bearbeitet sie das Ganztagesangebot der Schule verbunden mit der Organisation mit dem Mittagessen, dass sie koordiniert. Sie ist verantwortlich für den Schriftverkehr mit dem Schulträger (Gemeinde), dem Staatlichen Schulamt oder dem Regierungspräsidium, Vereinen und Institutionen.
Täglich gehen mehrere Telefonate über ihren Schreibtisch. Besorgte Eltern rufen an und bekommen zum Teil schon eine Antwort von ihr geliefert, wenn es um Fragen des Betreuungsangebots, Versicherungen, Fahrkarten etc geht. Andere Anfragen leitet sie weiter. Schon mit ihrem Arbeitsbeginn um 8.20 Uhr häufen sich die Anrufe, denn so mancher Vertreter möchte etwas verkaufen oder ein Kind wird krankgemeldet. "Sie kümmert sich um so vieles, was eigentlich nicht in ihrem Arbeitsbereich fällt", lobt die Schulleiterin ihre Mitarbeiterin.Da kommt eine Erstklässlerin und findet ihren Sportbeutel nicht, ein anderer Erstklässler sucht die Sporthalle und Schüler aus Vöhrenbach hat seine Busfahrkarte verloren. Ihre freundliche Art kam in all den Jahren bei allen am Schulleben beteiligten gut an.
 Sie durfte sich vor vier Jahren über ein neuausgestattes Sekretariat freuen. Dabei ist ihr Arbeitsplatz hinter einer Empfangsthresen versteckt. Aber auf dem Thresen ist ein Glas mit Süssigkeiten. Da hinein langen auch gerne die Schüler , die nicht die Süßigkeiten zum Trösten brauchen.
Nun verlässt sie diesen Platz und macht Platz für ihre Nachfolgerin Eva Peter, die sie derzeit schon einarbeitet. Eva Peter hat früher als Sekretärin bei den Saba Werken gearbeitet  und zuletzt in einer Spedition . Die Mutter von drei erwachsnene Kindern wird es sicherlich gelingen in die großen Schuhspuren ihrer Vorgängerin zu treten, denn diese will ihr noch mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn es Ungereimtheiten geben sollte.
 
Daniela Rohde (rechts), seit 22 Jahren Sekretärin in der Roggenbachschule, wird Ende Oktober in den Ruhestand treten. Derzeit führt sie ihre Nachfolgerin Eva Peter in dieses verantwortungsvolle Amt ein. Mit Daniela Rohde wird die "Gute Seele der Schule" die Roggenbachschule verlassen. Unzählige Schüler und Schülerinen sowie Lehrer hat die rüstige Baldrentnerin über eine lange Zeit ihres Schuldaseins begleitet.
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